Heiraten in Brasilien: Was braucht man als Ausländer alles dabei?

10 Feb, 2014

Ganz ohne Zweifel ist Brasilien für viele Menschen ein echtes Traumland: Herrliche Strände, kulturreiche Städte und natürlich eine atemberaubend schöne Natur zeichnen das Land mit dem Zuckerhut und der Copacabana aus. So ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Paare dazu entscheiden, ihre Ehe in Brasilien zu schließen. Doch wer sich als nicht-brasilianisches Paar dazu entscheidet, in Brasilien zu heiraten, muss einiges beachten – eine gute Planung ist hier unabdingbar, damit alles so funktioniert, wie man es sich vorstellt.

In Brasilien heiraten – das sollte man wissen

Möchte man als Deutscher in Brasilien den Bund für die Ehe schließen, so muss man sich mindestens 30 Tage am Ort der Eheschließung aufhalten. Ein Kurztrip nach Rio de Janeiro genügt hier also nicht aus. Das liegt daran, dass die Aufgebotsfrist mindestens 30 tage beträgt. Sie kann allerdings eventuell auch gekürzt werden, wie beispielsweise dann, wenn es einen wichtigen Grund gibt, den man dem Standesamt mitteilen muss und welcher die Genehmigung eines Richters braucht.

Zunächst wendet man sich an das zusätndige Standesamt jenen Orts, in dem man die Ehe schließen möchte, also an das dortige “cartório”. Ist einer der beiden Eheleute brasilianische/r Staatsbürger/in, so wird meist deren bzw. dessen Wohnort gewählt. Allerdings müssen stets wichtige Dokumente vorgelegt werden, was insbesondere dann der Fall ist, wenn man nicht in Brasilien geboten ist.

Dazu zählt zunächst ein gültiger Reisepass. Auch eine neu ausgestellte Geburtsurkunde bzw. ein Auszug aus dem Familienbuch vom Standesamt des eigenen Geburtsorts ist notwendig. Der Auszug darf nicht älter als sechs Monate sein. Darüber hinaus muss ein deutsches Ehefähigkeitszeugnis mitgebracht werden, welches vom Standesamt des aktuellen Wohnorts in Deutschland ausgestellt werden muss.

Der Reisepass muss im Original vorgelegt werden, sämtliche weitere Dokumente müssen durch den Regierungspräsidenten beglaubigt und anschließend von der Konsularvertretung Brasiliens eingehend geprüft werden. Sollen Dokumente in Brasilien amtlich anerkannt werden, so muss eine Übersetzung in die portugiesische Sprache für diese durchgeführt werden. Sie kann entweder durch einen vereidigten Übersetzer oder auch durch einen Übersetzer, der in Deutschland beim Landgericht tätig ist, erfolgen. Auch dieses Dokument muss durch die brasilianische Auslandsvertretung in Deutschland legitimiert werden.

Während der Eheschließung müssen zwei Zeugen mit gültigem Ausweis vor Ort sein. Auch ein Dolmetscher kann eine große Hilfe sein – vor allem dann, wenn die beiden künftigen Eheleute kein Portugiesisch sprechen. Sie müssen dennoch vor der Eheschließung, wie auch hierzulande, über ihre Rechte und Pflichten informiert werden.

Weitere wichtige Informationen für die Trauung in Brasilien

Ganz wichtig: Mit einer Heirat lässt sich ein Ausländer, der nach Brasilien eingereist ist, nicht automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung für das Land. Diese muss entweder bei der Konsularabteilung der brasilianischen Botschaft in Berlin oder auch beim brasilianischen Konsulat, welches für den eigenen Wohnort zuständig ist, angefordert werden. beantragt werden.

Prinzipiell führen die Eheleute nach der Trauung so lange ihren Geburtsnahmen weiter, biss man in Deutschland (beim Standesbeamten) oder auch in Brasilien (bei einem Konsularbeamten) eine formelle Namenserklärung einreicht. Sie muss vor allem vor der Ausstellung eines neuen Passes auf einen gemeinsamen Nachnamen angegeben werden.

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